Überregional erfolgreich vermieten Teil 2: Kann man von Wetzlar aus 4.000 m2 Büro am Bodensee vermieten ?

Überregional erfolgreich vermieten
(Teil 2:)

Kann man von Wetzlar aus 4.000 m2 Büro am Bodensee vermieten ?

…wenn man nie vor Ort war und mit keinem Mietinteressent
auch nur 1 Wort gesprochen hat?

Unmöglich sagen Sie?

Bleiben Sie dabei…. Ich zeige Ihnen wie es geht.

Die Ausgangslage

Ich unterstützte damals die größte Betriebskrankenkasse Deutschlands
BKK Gesundheit aus Balingen deutschlandweit in Immobilienfragen.

Angefangen hatte meine Arbeit in Wetzlar bei der damaligen Sancura BKK.
Hier half ich 1.500 m2 Stahl-und Glas-Büro-Leerstand auf Null zu bringen.

Die Sancura BKK wurde bald darauf von der Taunus BKK übernommen. Diese wurde dann von der BKK Gesundheit aus Balingen geschluckt.

Für die BKK Gesundheit war ich bald in Kassel, Jena, Berlin, Darmstadt, Tübingen, Dresden etc. tätig. Vermietung, Nachvermietung, Verkleinerung, Vergrößerung, Ausstieg.
Das komplette Programm.

Der Fall Gottmadingen

Eines Tages rief mich der zuständige Mann der BKK Gesundheit an und sagte:

Herr Puth wir haben in Gottmadingen (Bodensee-Hinterland) eine Betriebskrankenkasse übernommen. Mit niegelnagelneuem Bürogebäude und bald 2.500 m2 Leerstand.

Können Sie uns einen Maklerkollegen in der Region empfehlen?
Oder machen Sie das selbst?“

Ich bat Ihn mir 2, 3 Tage Zeit zu lassen. Meine Recherche ergab dass es in der Region 

keinen qualifizierten Gewerbemakler gab. Ich schlug daher vor dass ich das selbst mache – von Wetzlar aus. Und erläuterte dem Mann mein Konzept.

„Wann wollen Sie runterfahren und sich die Flächen vor Ort anschauen?“

„Gar nicht!“ – sagte ich.

“Ein Bürogebäude am Bodensee sieht genau so aus wie ein Bürogebäude in Wetzlar. Mir reicht wenn mir Grundrisse und Fotos schicken.”

Er  war leicht verdutzt.

Einen Tag später bekam ich den nächsten Anruf:
„Der Investor des Objekts in Gottmadingen hätte schwerste Bedenken dass ein Makler aus „Frankfurt“ Büroflächen am Bodensee erfolgreich vermieten kann.

„Wetzlar“ sagte ich. „Ein Makler aus Wetzlar.“

„Lassen Sie mich mit dem Investor sprechen” sagte ich zu meinem BKK-Ansprechpartner.

“Ich erkläre ihm wie ich arbeite.

Kriegen wir hin.“

Ich telefonierte mit dem Investor, erklärte ihm mein Konzept – er war einverstanden.
Als Schweizer wohnte nicht allzu weit weg vom Objekt und sagte zu selbst mit  vorgeprüften Interessenten zu besichtigen.

Schneller Teilerfolg

Ich hatte die Flächen grade eine Woche im Internet als sich der erste qualifizierte Interessent meldete. Eine Tochterfirma eines großen überregionalen Energieversorgers, die Blockheizkraftwerke vermietete. Sie mieteten gleich 1.000 m2 Büro. Bingo.

3 Wochen später rief mich der Investor aufgeregt an: „Herr Puth – 

“Die BKK Gesundheit wird geschluckt von einer anderen Krankenkasse.
Was machen wir jetzt?“

Ich sagte – „Ich geh mal in die Spur.“

Zunächst war natürlich alles streng geheim.

Dann sickerte durch: Die DAK wollte die BKK Gesundheit übernehmen.

“Bis die Fusion durch ist wird sich wahrscheinlich wenig bewegen” sagte der Investor.

“Lassen Sie uns recherchieren wo am Bodenseee die DAK überall sitzt, wo ihr regionaler Hub ist.” sagte ich.

Wir wurden fündig.
Eine größere Einheit der DAK saß in Singen auf 1.500 m2.

Nicht allzu weit weg von unserem Glaspalast !

Ich schlug vor zu prüfen ob wir die DAK-Leute aus Singen nach Gottmadingen umsiedeln könnten. Und wie gut die Chancen wären die angemieteten DAK-Büros in Singen dann untervermieten.

Singen hatte 45.000 Einwohner, Gottmadingen ca. 10.000 Einwohner. 

Büros (nachzu)vermieten ist also in Singen wahrscheinlich einfacher und erfolgreicher als in Gottmadingen.

“Wie kriegen wir raus wie gut unsere Chancen sind für eine solche Verlagerung”
fragte der Investor.

Zu blöd – ich kenne niemand bei der DAK sagte der Investor.
Ich schon sagte ich.

Ich rief meinen DAK Mann in Wetzlar an, dem ich vor einigen Jahren 400 m2 Büro für die Wetzlarer Niederlassung vermietet hatte.

Er stellte mir innerhalb von 2 Tagen den Kontakt zum Vermietungschef Deutschland der DAK her.

Ich telefonierte dann mit dem zuständigen Mann aus der DAK-Zentrale in Hamburg, erklärte ihm den Fall und hatte einen Tag später Grundrisse und Mietvertrag des Objekts in Singen in der mail.

Die DAK hatte in Singen 1500 m2 Büro gemietet und hatte noch 6 Jahre Mietlaufzeit.

Und so ging die Geschichte aus:
Wir haben die von der DAK in Singen angemieteten 1.500 m2 Büro innerhalb weniger Monate komplett an eine Abteilung des Regierungspräsidiums Freiburg vermietet.

Ich war kein einziges Mal vor Ort.

Mit den Mietinteressenten hatte ich keinerlei Telefonkontakt.

Ich war zuständig für das Marketing: Im Grunde Internet und Vermarktungsschilder vor Ort mit regionalen Rufnummern aber umgeleitet auf mein Spezial-Callcenter. Einbindung lokaler und regionaler Multiplikatoren, auch Makler (über die kam in diesem Falle nichts)
Interessentenselektion durch uns. Und ich war „zuständig“ für Lösungen im Krisenfall.

Besichtigungen und Verhandlung machte in diesem Fall der Investor selbst.

Hätte Hätte Fahrradkette-Fragen ? 

Frage 1
Was hätte ich getan wenn ich nicht zufällig diese DAK Kontakte gehabt hätte?

Antwort
Ich hätte in den Adressverzeichnissen meiner Netzwerke (RICS, immoebs, RT etc.) nachgeschaut, ob da ein DAK-Mann/Frau dabei ist, wenn nicht hätte ich mich durchgefragt.


Frage 2

Was hätte ich gemacht wenn ich nicht diesen Investor vor Ort gehabt hätte?

Antwort
Ganz einfach: Ich hätte einen BKK-Mann/Frau vor Ort als „Zeigeonkel“ engagiert. Jemand der den von uns vorgeprüften Interessent durchführt, seine Fragen notiert und an mich weiterleitet. Zur Not hätte ich einen lokalen Maklerkollegen oder Hausverwalter für eine kleine Provisionsbeteiligung dafür engagiert.

 

Frage 3
Wenn gar nichts gelaufen wäre von der Nachfrageseite her Herr Puth
Was hätten Sie dann gemacht.

Antwort
Zum einen weiß ich immer schon vorher wieviel oder wie wenig Nachfrage es gibt.
Manchmal engagiere ich mich dann einfach nicht und sage Nein.

Oder ich setze eine weitere meiner Geheimwaffen ein:

Das Netzwerk qualifizierter Kräfte. 

Eine meiner Geheimwaffen:z
Das Netzwerk qualifizierter Kräfte

Vor ca. 12 Jahren habe ich ein Konzept entwickelt, mit dem ich alle lokalen und regionalen Aktivposten (Makler, Multiplikatoren) im Markt für die Suche nach dem Mieter oder Käufer miteinbinde.
Ich nenne es das Netzwerk qualifizierter Kräfte.

Das Netzwerk qualifizierter Kräfte bedeutet dass alle qualifizierten Makler u.ä. wie bei einer Treibjagd motiviert nach dem gesuchten Wild suchen – in dem Fall nach dem Käufer oder für ihre Gewerbeimmobilie. Mehr geht nicht.

Ich habe 8 Jahre daran getüftelt um das hinzukriegen. Wie das genau geht – gern mehr im persönlichen Gespräch.


Die Moral von der Geschicht.


Es ist mehr möglich als man denkt.

Natürlich braucht man Connections.
Natürlich braucht man Erfahrung.
Auch den richtigen Mann/Frau am richtigen Platz.

Aber am wichtigsten ist…

Man braucht ein System.

Ein Erfolgssystem.

Ein praxistaugliches Erfolgssystem.

Ein praxistaugliches Erfolgssystem –
das auch überregional funktioniert.

Schicken Sie mir eine Mail an rp@puth.de wenn Sie denken 
dass Sie so ein ähnliches Problem haben. 

Bis dahin gute Zeit, bleiben Sie munter
und vielleicht bis bald mal.

Ihr Robert Puth